Habe soeben von meiner Mutter eine SMS bekommen, daß mein Großonkel (Bruder der Mutter meiner Mutter) gestorben ist.
Da es ihm in den letzten Wochen zunehmend schlechter gegangen ist, war das abzusehen. Ich weiß gar nicht genau, wie alt er geworden ist, aber er lag recht dicht bei meiner Oma, und die wäre dieses Jahr 90 geworden.
Ich hatte in den letzten 15 Jahren gar nicht mal übermäßigen Kontakt zu diesem Verwandtschaftszweig, vor knapp 10 Jahren habe ich ihn auf einem runden Geburtstag von sich (oder meiner Großtante?) gesehen und dann letztes Jahr auf der Beerdigung meiner Oma.
Der Kontakt zwischen uns war ansonsten selten, aber außerordentlich nett und liebenswürdig. Er hatte trotz seines hohen Alters immer eine sehr gutmütige und erstaunlich frische und teils jugendliche Art an sich. Ich wünschte, es hätte sich die Gelegenheit ergeben, ihn noch einmal zu sehen.
Dieser Todesfall ist jetzt der fünfte innerhalb der letzten acht Jahre, bei dem mehr oder weniger nahe Verwandte von mir gestorben sind. Rechne ich ein paar weiter entfernte Verwandte mit ein, sind es ein paar mehr. Ich selber gehe jetzt hart auf die 30 zu. Kein Grund, sich wegen der eigenen Sterblichkeit jetzt schon Sorgen zu verschwenden.
Aber meine Eltern sind ja auch nicht mehr die jüngsten, mein Vater kratzt dieses Jahr an der 70, meine Mutter nächstes. Sie sind in meinem Leben – neben vielem anderen – seit fast 30 Jahren eine feste Institution. Etwas greifbares und solides. Gedanken mache ich mir deshalb schon seit geraumer Zeit. Und solche Ereignisse rücken diese Gedanken immer ein wenig näher ans Tageslicht, machen mir alles sehr deutlich bewusst, machen mich nachdenklich.
23. Juni 2009 um 14:49:33
ich will auch solider bestandteil deines lebens sein!