Jan 08

Ja, ist grad kalt. Nicht nur in Deutschland, wie ich gestern im Radio-Special zu den aktuellen Temperaturen auf der Welt gehört habe. Schnee in London und an irgendwelchen anderen Orten, die ich wieder vergessen habe, aber nichtmal wusste, daß es dort schneien könnte.

Ganz besonders arm dran waren einige Skandinavische Länder. Mit -30°C war glaube ich Norwegen am Ärmsten dran. Und eine Finnin musste in einer -10°C kalten Wohnung schlafen, weil wie bei so vielen anderen die Heizung gestorben ist. Rohr geplatzt, Kessel explodiert, was weiß ich.

Auf dem Weg vom Auto in unsere Wohnung habe ich die armen Schweine ohne Heizung noch bedauert. Bei -10°C schlafen – eher übernachte ich in einer minimal beheizten Bahnhofstoilette! Daheim angekommen, Notebook abgestellt, ins WohnKüchZimmer gegangen und wollte mir was zu essen machen. Mmh, büschn kalt hier. Zur Heizung gegangen. Peter Lustig verflucht. Wieso stellt der denn die Heizung so doll runter, wenn mal ein paar Stunden lang keiner im KüchWohnZimmer ist?

Kleiner Einwurf: ICH bin Energiesparfuchs. In meiner alten Bude lief die Heizung wirklich nur, wenn sie gebraucht wurde. Aber das Haus war gescheit isoliert, die Decke fand sich nicht erst in 4m Höhe und die Heizkapazität reichte aus, jeden Raum innerhalb von 10 Minuten auf kuschelige Temperaturen zu bringen.

Die Heizkörper in unserer jetzigen Bude sind so schwächlich und unterdimensioniert, die Fenster samt Fassungen so undicht, daß ein voll aufgedrehter Heizkörper (bzw. zwei im WohnKüchZimmer) bei den aktuellen Außentemperaturen einige Stunden brauchen, um annähernd 18°C hinzukriegen. Ich monitore das seit einigen Tagen und erwäge eine Beschwerde beim Vermieter.

Back on Track: Rumdrehen an der Heizung hat natürlich nix gebracht. Beim Herrn Lustig wars auch nicht wärmer und mein Zimmerthermometer zeigte nur 16°C an. Juhu, spätabends konnte ich natürlich auch nix mehr erreichen. Also war Schlafen mit zwei Bettdecken angesagt. Zum Glück funktionierte die Heißwassertherme noch, so daß ich mich wenigstens vorher ein Bißchen aufwärmen konnte. Heute morgen dann bei immerhin PLUS 10°C aufgewacht. Und als ich vorhin daheim weg bin, fingen auch die Heizkörper gerade an zu gurgeln und wurden warm.

5 Antworten zu “Frostig”

  1. Matthias sagt:

    Wird zwar dein Energiesparherz nicht erfreuen, aber für Notfälle wie diesen gibt es Heizlüfter. Schnell, effektiv, punktuell, thermostatgeregelt. Gibts für 15 Euro beim Discounter.

    Das meine ich ernst – meine Probleme mit Heizung/Altbau/hohe Decken sind mit deinen sehr vergleichbar. Und Heizlüfter sind super, wenn man im Winter (klassischerweise über Weihnachten) mal mehrere Tage nicht zuhause war und die Wohnung völlig ausgekühlt ist.

  2. Matthias sagt:

    Wobei ich es natürlich geiler fände, wenn du mittels Schläuchen und Lüftern die Abwärme von deinem Server in die Wohnräume leiten würdest.

  3. demScroob sagt:

    hehe… auch ne gute idee. aber leider bin ich ja tatsächlich so ein fuchs, daß mein server gar keine nennenswerte abwärme produziert. die “heißeste” ecke ist so um die 40°C – und mein nach oben hin offenes Rack reicht nichtmal aus, um mein popeliges Büro spürbar zu erwärmen. ;)

  4. Matthias sagt:

    Warum hat eure Wohnung keinen gemütlichen Kaminofen? Der würde doch super passen. Vom Style her, meine ich. Anstelle des sperrigen Klaviers.

  5. peter lustig sagt:

    hä? ich tüddel da im wohnzimmer gar nix an der heizung rum, du bist da so am rotieren mit deinen sparbirnen und taghell-vögel-birnen, kühlschrank-tür-öffnungszeiten in millisekunden, standby-zeiten der tv-geräte, etc. – da misch ich mich nicht ein, sofern die strom- und heizungsrechnungen stimmen ;)

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