…hat das weltbeschissenste Parkhaus aller Zeiten!
“Is jetzt nicht wahr, oder?!” War der Satz, der mir permanent durch den Kopf ging, als ich mich Etage um Etage nach oben gekämpft habe. Ex-Kollegem MEZ, der bei mir im Auto saß, ging es nicht anders.
Bevor ich Bilder sprechen lasse, ein kurzer, durchaus subjektiver erster Eindruck:
Die gesamte (Nutz-)Breite des Parkhauses beträgt ca. 12-13m, Tiefe ca. 16m aufgeteilt in Halbetagen, also man fährt immer ein halbes Stockwerk im Zickzack nach oben. Daraus resultieren zwischen 6 und 8 Parkplätze pro Halbetage. Wahnsinn! Doch das Beste kommt noch.
Durch die erwähnten enormen Dimensionen mussten sich die Architekten natürlich was einfallen lassen. Also warfen sie ihre Raketenhirne in einen Topf, rührten kräftig um und heraus kam die Idee, daß man Auf- und Abfahrten einfach zusammenlegt. Zum Ausgleich haben sie die Rampen auch um gefühlte 50cm verbreitert. Nein okay, es passen einwandfrei zwei PKW nebeneinander, sogar größere.
Was den Jungs und Mädels Stararchitekten aber vermutlich entgangen ist, ist die Tatsache, daß jedes nicht kreisförmige Objekt (z.B. ein Automobil) in der Kurve ein Mehrfaches seines normalen Platzbedarfs hat. Sprich: um um eine Ecke zu fahren, muß ich erstmal kurzzeitig ein Stückchen geradeaus. Und zwar so weit, bis mein Hinterrad hinter der Ecke ist. Wer diese Taktik schonmal nicht zu 100% befolgt hat, wird sich bereits über unschöne Geräusche, häßliche Lack- oder Blechschäden und möglicherweise sehr viel Streß mit dem Ehemann gefreut haben.
Nun ist dieses Parkhaus so beschissen eng, daß diese Herangehensweise nicht ohne Weiteres anzuwenden ist. Wir erinnern und an die physikalische Regel: Wenn im Universum Materie (nennen wir sie mal “Abfahrer)) einen Platz einnimmt (“Gegenfahrbahn”), dann kann weitere Materie (“Motorhaube des Auffahrers”) diesen Platz nicht ohne Probleme zur selben Zeit einnehmen.
D.h. man ist eigentlich permanent nur am Bremsen und 3m zurückfahren. Bevorzugt dann, wenn man auf dem Weg nach oben ist, denn von dem bekannten Volksleitfaden Bergfahrt vor Talfahrt hat in diesem verkackten Bayernstaat scheinbar noch niemand etwas gehört.
Wenn wir nun noch weitere Parteien ins Spiel bringen, die ähnlich mit Intelligenz gesegnet sind wie die Talfahrer (nennen wir sie mal “Ausparker”), gestaltet sich die Nutzung dieser Sardinenbüchse zu einem verdammten Spießrutenlauf.
Ich glaube, falls ich irgendwann mal viel Zeit habe, kaufe ich mir ein uraltes Auto ohne TÜV. Dann klaue ich mir irgendwoher zwei Kennzeichen (bevorzugt von jemandem, den ich nicht mag) und werde einen ganzen Tag lang wie ein Bekloppter in diesem Parkhaus auf und ab fahren und dabei möglichst wenig Rücksicht auf die anderen Autos nehmen.
Ach ja, Foddos:



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